Zur heutigen Vorstellung der NORAH-Studie (Noise-Related Annoyance, Cognition, and Health) zu den Auswirkungen des Verkehrslärms teilen der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN Landtagsfraktion, Daniel Köbler, sowie die verkehrspolitische Sprecherin, Jutta Blatzheim-Roegler, mit:
Daniel Köbler:
„Die Menschen in Mainz und Rheinhessen leiden unter Verkehrslärm. Das belegen die Ergebnisse der NORAH-Studie unmissverständlich. Insbesondere der Fluglärm führt zu unerträglichen Belastungen. Es wurde sogar festgestellt, dass mit Zunahme des Luftverkehrslärms um 10 Dezibel das Risiko für eine Depression um 8,9 Prozent steigt. Gleichzeitig zeigt die Studie aber auch, dass Menschen rund um den Frankfurter Flughafen seit Einführung der Nachtruhezeit nicht mehr so häufig gestört werden: Die Aufwachhäufigkeit pro Nacht hat sich von 2,0 auf 0,8 reduziert.
Dies reicht aber noch nicht aus. Was wir brauchen, ist ein echtes Nachtflugverbot, insgesamt weniger Lärmbelastung in der Region und eine gerechtere Besteuerung des Flugverkehrs. Positive Effekte des Flughafens für die Region kann es auf Dauer nur geben, solange die Lebensqualität nicht massiv beeinträchtigt wird.“
Jutta Blatzheim-Roegler:
„Die NORAH-Studie liefert erstmals detaillierte Erkenntnisse über die komplexen Auswirkungen von Verkehrslärm. Auch Straßen- und Schienenlärm machen krank, das ist unbestritten. NORAH bekräftigt uns in unserem Engagement, alle wirksamen Maßnahmen zur Lärmvermeidung und -reduktion anzupacken. Während im Bereich des Fluglärms eine internationale Luftverkehrsabgabe ein überfälliges Instrument ist, Vielfliegerei zu vermeiden, kann im Straßenverkehr eine Erhöhung der Lkw-Maut dafür Sorge tragen, unnötige Transporte einzustellen – beziehungsweise zu verlagern. Für die Schiene kämpfen wir weiter um aktive und passive Lärmschutzmaßnahmen, um die Akzeptanz dieses Verkehrsträgers zu erhalten.“



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