Viel politische Prominenz zu Gast im Landesparlament
„Wir können heute stolz sein“, sagte Landtagspräsident Joachim Mertes am Montag, den 18.3.2013, bei der feierlichen Umbenennung des Platzes vor dem Landtag in „Platz der Mainzer Republik“. Schließlich sei vor genau 220 Jahren auf diesem Platz das erste gewählte Parlament auf deutschem Gebiet zusammengekommen. „Wichtige Ereignisse benötigen auch Orte“, sagte Mertes weiterhin. Nun sei ein erster Schritt getan, die Mainzer Republik als Erinnerungsort in Deutschland zu verankern.
Der Landtagspräsident begrüßte zu den Feierlichkeiten Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert, Ministerpräsidentin Malu Dreyer, den ehemaligen Ministerpräsidenten Kurt Beck und Oberbürgermeister Michael Ebling. Weiterhin anwesend waren der Präsident des Verfassungsgerichtshofs Dr. Lars Brocker und die Vorsitzenden der Landtagsfraktionen Hendrik Hering (SPD), Julia Klöckner (CDU) und Daniel Köbler (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN).
„Die Mainzer Republik wirkte über ihre Lebenszeit hinaus“, würdigte auch Bundestagspräsident Lammert in seiner Festrede die Ereignisse im Jahr 1793. Damals tagte vom 17. bis 31. März im heutigen Landtag von Rheinland-Pfalz der Rheinisch-Deutsche Nationalkonvent, das erste auf der Grundlage moderner demokratischer Grundsätze gewählte Parlament in Deutschland. Seine Mitglieder verstanden sich als „Stellvertreter des freien Volkes“, im Konvent saßen sowohl Bauern als auch Gelehrte. Trotzdem sei das Jahr 1793 eines der „vielen ambivalenten Daten in der deutschen Geschichte“, so Lammert. Die Freiheit in der Mainzer Republik entstand schließlich nur durch die französische Besatzungsmacht. Dementsprechend „machtlos, aber nicht folgenlos“ sei das erste deutsche Parlament gewesen. Die Protagonisten der Mainzer Republik bezeichnete Lammert aber als „mutige Menschen, die das Wagnis eingingen, frei zu denken“.
Der Zwang unter französischer Besatzung sei in der Tat die weniger schöne Seite, sagte auch Oberbürgermeister Ebling. Trotzdem stünden die Jakobiner der Mainzer Republik dem heutigen Grundgesetz näher als alle anderen deutschen Herrscher in dieser Zeit. Auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer unterstrich die positiven Folgen der Mainzer Republik für die deutsche Demokratiegeschichte. Sie sei zwar ein „unfertiges Produkt, aber beileibe kein Muster ohne Wert gewesen“.
Mit der Umbenennung hat sich die Adresse des Landtags in „Platz der Mainzer Republik 1“ geändert. Bis zum 12. April 2013 ist im Foyer des Landtags eine Ausstellung zu sehen, die sich mit der Geschichte der Mainzer Republik befasst.
Der Landtagspräsident begrüßte zu den Feierlichkeiten Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert, Ministerpräsidentin Malu Dreyer, den ehemaligen Ministerpräsidenten Kurt Beck und Oberbürgermeister Michael Ebling. Weiterhin anwesend waren der Präsident des Verfassungsgerichtshofs Dr. Lars Brocker und die Vorsitzenden der Landtagsfraktionen Hendrik Hering (SPD), Julia Klöckner (CDU) und Daniel Köbler (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN).
„Die Mainzer Republik wirkte über ihre Lebenszeit hinaus“, würdigte auch Bundestagspräsident Lammert in seiner Festrede die Ereignisse im Jahr 1793. Damals tagte vom 17. bis 31. März im heutigen Landtag von Rheinland-Pfalz der Rheinisch-Deutsche Nationalkonvent, das erste auf der Grundlage moderner demokratischer Grundsätze gewählte Parlament in Deutschland. Seine Mitglieder verstanden sich als „Stellvertreter des freien Volkes“, im Konvent saßen sowohl Bauern als auch Gelehrte. Trotzdem sei das Jahr 1793 eines der „vielen ambivalenten Daten in der deutschen Geschichte“, so Lammert. Die Freiheit in der Mainzer Republik entstand schließlich nur durch die französische Besatzungsmacht. Dementsprechend „machtlos, aber nicht folgenlos“ sei das erste deutsche Parlament gewesen. Die Protagonisten der Mainzer Republik bezeichnete Lammert aber als „mutige Menschen, die das Wagnis eingingen, frei zu denken“.
Der Zwang unter französischer Besatzung sei in der Tat die weniger schöne Seite, sagte auch Oberbürgermeister Ebling. Trotzdem stünden die Jakobiner der Mainzer Republik dem heutigen Grundgesetz näher als alle anderen deutschen Herrscher in dieser Zeit. Auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer unterstrich die positiven Folgen der Mainzer Republik für die deutsche Demokratiegeschichte. Sie sei zwar ein „unfertiges Produkt, aber beileibe kein Muster ohne Wert gewesen“.
Mit der Umbenennung hat sich die Adresse des Landtags in „Platz der Mainzer Republik 1“ geändert. Bis zum 12. April 2013 ist im Foyer des Landtags eine Ausstellung zu sehen, die sich mit der Geschichte der Mainzer Republik befasst.
Bildergalerie zu den Feierlichkeiten am 18. März 2013
Quelle: www.rlp.de




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