In diesem Jahr führte es Daniel Köbler auf seiner ersten Station seiner Sommertour im Kreis Cochem-Zell in die Grundschule der Gemeinde Klotten. Begleitet bei diesem Besuch wurde er von Katharina Binz, Direktkandidatin der Grünen für die Landtagswahl, und Horst Pullich, Fraktionsvorsitzender der Grünen VG Cochem.
Auf dem Schulhof der Alois Thomas Schule in Klotten wurden Daniel Köbler und Katharina Binz durch Vertreter der Eltern, dem VG-Bürgermeister Helmut Probst, dem Ortsbürgermeister Dieter Lürtzener und den Beigeordneten der Gemeinde Klotten, Thorsten Loosen und Uli Oster, begrüßt.
Bei dem Rundgang durch die Schule erfuhren die Besucher, wie viel Arbeit durch die Gemeinde als Träger, vom Förderverein und von den Bürgern geleistet wird: Ein Schreiner vor Ort baute alte Schultische zu Computertischen um, so dass ein Computerraum eingerichtet werden konnte. Ein weiteres Gemeindemitglied bietet einen Computerkurs für die Schüler an. Für jede Unterrichtsstunde gibt es einen Elternnotplan, um auch bei Ausfällen eine Betreuuung der Schüler zu gewährleisten. Der Sportunterricht findet in der Halle des Turnvereins statt.
Früher gab es vier Klassen in der Grundschule Klotten. Heute gibt es eine Klasse, in der alle vier Jahrgangsstufen unterrichtet werden. Die Schülerzahlen sind aber stabil, so dass der Bestand der Schule für die nächsten Jahre als gesichert gilt. Das ist den Eltern wichtig, denn sie möchten, dass ihre Kinder wohnortnah unterrichtet werden. Auch die tägliche Bahnreise nach Cochem möchte man insbesondere Erstklässlern nicht zumuten.
Dazu äußert sich Daniel Köbler: „Das Engagement der Bürger und Bürgerinnen vor Ort ist sehr beeindruckend. In Zeiten des demographischen Wandels ist es tatsächlich in manchen Gebieten eine Herausforderung, die Schulen zu erhalten. Aber die Klottener haben es geschafft. Wir werden für die Zukunft kluge Konzepte entwickeln, Schulstandorte zu sichern und gemeinsames Lernen einfacher zu ermöglichen.“
Der Rundgang führte die Besucher durch das Lehrerzimmer, die zwei Klassenzimmer und den Computerraum im oberen Teil der Schule. Im Anschluss setze man sich zu einer Gesprächsrunde zusammen.
Zwar hat Klotten einen relativ hohen Anteil an Migranten von ca. 40 auf 1250 Einwohner. Diese werden aber eher als Bereicherung für das Dorf empfunden, da die sich in der Jugendfeuerwehr oder als Messdiener am Dorfleben beteiligen. Der Bürgermeister von Klotten sprach in diesem Zusammenhang von einem bunten Dorf, in dem Fremdenfeindlichkeit kein Problem ist.
Dazu äußert sich Katharina Binz: „Rheinland-Pfalz ist bunt. Eine Studie hat vor Kurzem gezeigt, dass Rheinland-Pfalz das toleranteste Bundesland Deutschlands ist. Das zeigt auch das Beispiel hier vor Ort. Ich bin sehr froh, dass das so ist.“
Die Gemeinde und Eltern sind mit ihrer kleinen Schule im Großen und Ganzen zufrieden. Dennoch gab es im letzten Schuljahr Probleme, da es für eine erkrankte Lehrerin ca. acht Wochen lang keine Vertretung gab. Der Großteil des Unterrichtes wurde durch ein Gemeindemitglied ehrenamtlich übernommen, auch die Eltern beteiligten sich.
Für die Schüler, die in Cochem zur Schule gehen, ist die Schülerbeförderung ein großes Problem: Die entsprechenden Züge sind überfüllt, manchmal passen Schüler gar nicht mehr in den Zug und kommen so zu spät. Das führt dazu, dass viele Eltern ihre Kinder selber nach Cochem fahren müssen.




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