Das Bundesverfassungsgericht hat das Betreuungsgeld heute für verfassungswidrig erklärt. Dazu äußern sich der Vorsitzende der GRÜNEN Landtagsfraktion, Daniel Köbler, sowie die Sprecherin für Kinder und Familie, Elisabeth Bröskamp:
Daniel Köbler:
„Das Bundesverfassungsgericht hat der rückwärtsgewandten Familienpolitik von CDU/CSU eine klare Absage erteilt. Eine solche Familienleistung schadet mehr, als dass sie nützt. Wir wollen, dass alle Kinder die Chance auf Teilhabe an gemeinsamer, frühkindlicher Bildung haben – dafür ist es gut, dass das Betreuungsgeld nun beerdigt wird. Auch aus arbeitsmarktpolitischer Sicht setzt es die falschen Anreize: Über 90% der BezieherInnen sind Frauen, die dadurch länger dem Arbeitsmarkt fern bleiben – mit allen Folgen für ihre Rente.“
Elisabeth Bröskamp:
„Wir haben das Betreuungsgeld von Anfang an scharf kritisiert und wurden nun von Karlsruhe bestätigt. Das Geld wird an anderen Stellen dringend benötigt: Wir brauchen es für den Ausbau der Kitas. Dort muss Qualität und Quantität sichergestellt werden, sodass für die Familien echte Wahlfreiheit gewährleistet ist.“
Hintergrund:
Im Februar 2013 hatte der Hamburger Senat Klage beim Bundesverfassungsgericht gegen das umstrittene Betreuungsgeldgesetz eingereicht, der heute stattgegeben wurde. Eltern konnten seit dem 1. August 2013 für ihre Kinder ab dem 15. Lebensmonat Betreuungsgeld beantragen. Der Staat zahlte 150 Euro pro Monat, wenn das Kind keine staatlich geförderte Betreuungseinrichtung besucht. Das Bundesverfassungsgericht erklärte heute das Betreuungsgeld für verfassungswidrig.




Verwandte Artikel
König übernimmt Fraktionsvorsitz von Köbler
Jonas König übernimmt ab dem 15. Januar 2026 bis zum Ende der Wahlperiode den Fraktionsvorsitz der GRÜNEN Stadtratsfraktion von Daniel Köbler, der ab Februar Günter Beck als Bürgermeister und Dezernent für Finanzen, Beteiligungen und Sport folgt. König war bisher Mitglied des Fraktionsvorstands von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Mainzer Stadtrat und von 2021 – 2025 Vorsitzender der Mainzer GRÜNEN.
Ein Leben für Mainz: Günter Beck verlässt nach 40 Jahren Kommunalpolitik die politische Bühne
Günter Beck hat Mainz nicht nur verwaltet, sondern mit Weitsicht und Leidenschaft geprägt. Seine Verdienste – von der Haushaltskonsolidierung bis zur Stärkung der kommunalen Eigenverantwortung – sind Grundsteine für unsere Zukunft. Wir werden diesen Weg konsequent weitergehen: mit mutigen Investitionen in Klimaschutz, soziale Infrastruktur und eine transparente Beteiligungspolitik, die die Bürger:innen einbindet
Koalition setzt klares Zukunftssignal: Haushalt 2026 steht – Sondervermögen ermöglicht große Schritte für Kultur- und Sportstadt Mainz
Die Mainzer Stadtratskoalition aus GRÜNEN, CDU und SPD stellt die Weichen für ein investitionsstarkes und zugleich verantwortungsvolles Jahr 2026. Trotz herausfordernder finanzieller Rahmenbedingungen unterstützt die Koalition den vom Stadtvorstand vorgelegten Haushalt, der mit rund 270 Millionen Euro gezielte Investitionen in Bildung, Mobilität und die kulturelle Infrastruktur ermöglicht. Der parallel eingerichtete Konsolidierungsbeirat begleitet diesen Kurs und liefert Vorschläge für ein dauerhaft tragfähiges Haushaltsgefüge.