Anlässlich der Debatte zur Abschaffung des Solidaritätszuschlages und zur Äußerung von Andrea Nahles, die Vermögensteuer doch nicht einzuführen, äußert sich Daniel Köbler, finanzpolitischer Sprecher und Vorsitzender der GRÜNEN Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz:
„Bei den Verhandlungen um die Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen müssen die Länder und Kommunen besonders berücksichtigt werden. Nicht zuletzt aufgrund der Schuldenbremse muss es eine Verbesserung der Einnahmen der Länder und Kommunen geben.
Die Äußerung von Ministerin Andrea Nahles, die Vermögensteuer nicht einführen zu wollen, ist ein falsches Signal. Noch vor ihrem Auslaufen im Jahr 1996 brachte die Steuer über 245 Mio. Euro für den rheinland-pfälzischen Landeshaushalt. Berechnet man die Steigerungsraten seitdem mit, fehlen inzwischen sogar schätzungsweise über 500 Millionen Euro pro Jahr aus der Vermögensteuer.
Auch Bundesfinanzminister Schäuble geht mit seinen Plänen, den Solidaritätszuschlag abzuschaffen, in die falsche Richtung. Die CDU will den Solidaritätszuschlag nach 2019 nicht in die Einkommensteuer integrieren. Für Länder und Kommunen, denen Teile der Einkommensteuer zufließen, bedeuten diese neuen Pläne eklatante Einkommensverluste. Zum Ausgleich will Schäuble den Ländern nun 7 Mrd. Euro jährlich ab 2020 zahlen. Das ist eine Mogelpackung, die die Einnahmen aus dem Soli nicht kompensieren kann.
Wir brauchen Investitionen in gute Bildung und Ausbildung, Wissenschaft und Forschung, Umwelt und Klimaschutz, öffentliche Infrastruktur, die Energiewende und den sozialen Zusammenhalt. Deshalb werden wir uns in den Verhandlungen um die Bund-Länder-Finanzbeziehungen für eine gerechte Verteilung einsetzen.“



Verwandte Artikel
Daniel Köbler übernimmt Amt des Bürgermeisters
Am heutigen Dienstag übernimmt Daniel Köbler das Amt des Bürgermeisters und Dezernenten für Finanzen, Beteiligungen und Sport von Günter Beck. Zum Amtsantritt erklärt die Kreisvorsitzende der GRÜNEN Mainz Teresa Bicknell: „Daniel ist erfahrener Kommunalpolitiker, der sich seit über 20 Jahren für Mainz engagiert. Er kennt die Themen, die Herausforderungen, aber auch die Chancen und Stärken unserer schönen Stadt wie kein Zweiter.“
Köbler verlässt GRÜNE Fraktion, Bunjes folgt nach
Wir verabschieden Daniel Köbler mit großem Dank und hoher Wertschätzung. Mit seiner Erfahrung in der Haushalts-, Finanz- und Sportpolitik wird er für die Stadt Mainz in seinem Amt sehr wertvoll sein und den weiteren Weg in eine nachhaltige und sozial gerechte Zukunft maßgeblich mitbestimmen. Der Landtagsfraktion wiederum werden seine Expertise und seine Beharrlichkeit sehr fehlen.
König übernimmt Fraktionsvorsitz von Köbler
Jonas König übernimmt ab dem 15. Januar 2026 bis zum Ende der Wahlperiode den Fraktionsvorsitz der GRÜNEN Stadtratsfraktion von Daniel Köbler, der ab Februar Günter Beck als Bürgermeister und Dezernent für Finanzen, Beteiligungen und Sport folgt. König war bisher Mitglied des Fraktionsvorstands von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Mainzer Stadtrat und von 2021 – 2025 Vorsitzender der Mainzer GRÜNEN.