Anlässlich des Berichts der französischen Atomaufsicht erklären Daniel Köbler, Fraktionsvorsitzender und Stephanie Nabinger, atompolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Rheinland-Pfalz:
„Die französische Atomaufsicht belegt mit ihrem aktuellen Bericht schwarz auf weiß, was die besorgten Menschen in der Region schon seit Jahren versuchen klar zu machen: Der Pannenreaktor Cattenom ist ein enormes Risiko für die ganze Region und muss dringend abgeschaltet werden. Allein im vergangenen Jahr ereigneten sich 33 Zwischenfälle, Pannen im Umweltschutzbereich und nicht zuletzt zwei Todesfälle bei der Inspektion von Reaktor 4. Gleichzeitig liegt Cattenom beim Strahlenschutz für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deutlich hinter anderen französischen Atomkraftwerken zurück. Die einzig logische und richtige Konsequenz aus all dem kann nur die sofortige Stilllegung Cattenoms sein.“
Nabinger weiter: „Die Atomaufsicht zeichnet in ihrem Bericht ein vernichtendes Ergebnis für Cattenom, ohne dabei die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Trotz all der Pannen und Zwischenfälle zu dem Ergebnis zu kommen, die Sicherheit des Atomkraftwerks Cattenom sei als allgemein zufriedenstellend einzustufen, ist für jeden gesunden Menschenverstand nicht nachvollziehbar. Muss sich erst ein Super-GAU ereignen, bevor die Betreiber zur Vernunft gezwungen werden? Wir müssen Handeln bevor es zu spät ist und werden nicht müde, alles in unserer Macht stehende zu tun, bis das Hochrisiko-AKW Cattenom endlich vom Netz ist.“



Verwandte Artikel
König übernimmt Fraktionsvorsitz von Köbler
Jonas König übernimmt ab dem 15. Januar 2026 bis zum Ende der Wahlperiode den Fraktionsvorsitz der GRÜNEN Stadtratsfraktion von Daniel Köbler, der ab Februar Günter Beck als Bürgermeister und Dezernent für Finanzen, Beteiligungen und Sport folgt. König war bisher Mitglied des Fraktionsvorstands von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Mainzer Stadtrat und von 2021 – 2025 Vorsitzender der Mainzer GRÜNEN.
Ein Leben für Mainz: Günter Beck verlässt nach 40 Jahren Kommunalpolitik die politische Bühne
Günter Beck hat Mainz nicht nur verwaltet, sondern mit Weitsicht und Leidenschaft geprägt. Seine Verdienste – von der Haushaltskonsolidierung bis zur Stärkung der kommunalen Eigenverantwortung – sind Grundsteine für unsere Zukunft. Wir werden diesen Weg konsequent weitergehen: mit mutigen Investitionen in Klimaschutz, soziale Infrastruktur und eine transparente Beteiligungspolitik, die die Bürger:innen einbindet
Koalition setzt klares Zukunftssignal: Haushalt 2026 steht – Sondervermögen ermöglicht große Schritte für Kultur- und Sportstadt Mainz
Die Mainzer Stadtratskoalition aus GRÜNEN, CDU und SPD stellt die Weichen für ein investitionsstarkes und zugleich verantwortungsvolles Jahr 2026. Trotz herausfordernder finanzieller Rahmenbedingungen unterstützt die Koalition den vom Stadtvorstand vorgelegten Haushalt, der mit rund 270 Millionen Euro gezielte Investitionen in Bildung, Mobilität und die kulturelle Infrastruktur ermöglicht. Der parallel eingerichtete Konsolidierungsbeirat begleitet diesen Kurs und liefert Vorschläge für ein dauerhaft tragfähiges Haushaltsgefüge.