Zu den Forderungen der CDU, wieder Kitagebühren in Rheinland-Pfalz einzuführen, erklären Elisabeth Bröskamp, Sprecherin für Frühkindliche Bildung und Daniel Köbler, Fraktionsvorsitzender BÜNDIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag Rheinland-Pfalz:
„Der Vorschlag der CDU, wieder Kitagebühren einführen zu wollen, ist absolut familienfeindlich. Wenn Eltern wieder dafür zahlen müssen, dass ihre Kinder betreut werden, dann geht das eindeutig gegen die Bildungsgerechtigkeit in unserem Land und ist kontraproduktiv für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die frühe Erziehung in Kitas oder Vorschulen ist und bleibt eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung von Kindern und muss daher kostenfrei bleiben.“, so Köbler.
Die CDU will den Eindruck erwecken, dass durch Elternbeiträge die Qualität der Kitas steigt. Viele Eltern glauben also, dass wenn Sie Beiträge zahlen, ihre Kinder intensiver betreut werden oder sich die Ausstattung der Kitas verbessert. Dies ist aber nicht der Fall, denn die Einnahmen durch gestaffelte Elternbeiträge werden hinten und vorne nicht reichen, um Personal aufzustocken und gleichzeitig die Investitionskosten zu decken. Hinzu kommt, dass Beiträge zusätzlichen administrativen Aufwand bedeuten. Am Ende bliebe dem Personal nicht mehr, sondern weniger Zeit für die Kinder.
Bröskamp weiter: „Ein weiterer Schwachpunkt im Konzept der CDU ist, dass die Kreise und kreisfreien Städte selbst entscheiden sollen, ob sie Beiträge erheben wollen oder nicht. Es ist also vorabzusehen, dass vor allem die finanziell schwachen Kommunen Gebühren einführen würden. Gerade Kinder aus Familien mit niedrigem Bildungshintergrund hätten darunter zu leiden. Die Beitragsfreiheit hat sich in Rheinland-Pfalz bewährt. Fast 100% Prozent der über Dreijährigen nutzt das Betreuungsangebot der Kitas und auch die Zahl der Zweijährigen liegt über dem westdeutschen und bundesdeutschen Durchschnitt.“



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