Der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im rheinland-pfälzischen Landtag, Daniel Köbler hat das Job-Center in Mainz besucht. Neben dem Gespräch mit verschiedenen Mitarbeitern stand eine Einsicht in die praktische Arbeit des Jobcenters auf dem Programm. Anhand echter, anonymisierter Fälle konnte Köbler sich ein anschauliches Bild machen. Die Arbeitsmarktpolitik gehört zu den fachpolitischen Aufgaben des GRÜNEN Fraktionsvorsitzenden. Begleitet wurde Köbler durch die Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, Heidrun Schulz.
Köbler: „Besonders beeindruckt hat mich die erfolgreiche Umsetzung des Modells Jugendberufsagentur. Der Ansatz ist richtig, die verschiedenen Angebote für Jugendliche unter 25 Jahren in einem Haus zu bündeln. Dieses Modell hilft Jugendlichen auf für sie unbürokratische Weise. Wir sprechen uns daher dafür aus, das Modell Jugendberufsagenturen auszubauen.“
Auf dem Programm standen auch kritische Themen. So kritisierte Köbler, dass das Mainzer Jobcenter auf dem Rodelberg nur schlecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist und sprach die Frage an, wie es zur steigenden Quoten an Sanktionen für die Empfängerinnen und Empfänger nach dem SGB II – dem so genannten Hartz IV – kommt. Köbler abschließend: „Für uns GRÜNE muss die Betonung klar darauf liegen, wie bei den Jugendberufsagenturen die Vermittlung in den Vordergrund zu stellen. Dafür braucht es auch Maßnahmen zur Entbürokratisierung und zur Stärkung von Förderung und Selbstbestimmung der Arbeitssuchenden.“
Für Schulz sind Besuche, wie der Köblers besonders wichtig: „Wir freuen uns immer über Impulse, die von politischen Mandatsträgern an uns herangetragen werden. Ich stimme mit Herrn Köbler überein, dass die Integration in Arbeit den wichtigsten Beitrag zur dauerhaften gesellschaftlichen Teilhabe darstellt.“



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