Laut einem Pressebericht ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2017/18 eine Klassenstufe wiederholen mussten, in Rheinland-Pfalz gestiegen. Dazu der bildungspolitische Sprecher der GRÜNEN Landtagsfraktion, Daniel Köbler:
„Die Nichtversetzung ist eine für das Land immens teure und pädagogisch fragwürdige Maßnahme. Der steigende Anteil von Schülerinnen und Schüler, die gerade an Gymnasien nicht versetzt werden, ist besorgniserregend. Statt Kinder und Jugendliche durch Sitzenbleiben zu demotivieren, sollte das Schulsystem vielmehr auf individuelle Unterstützung setzen und gezielt die Talente und Neigungen der einzelnen Schülerinnen und Schüler fördern. Mittelfristig muss das Ziel sein, erzwungenes Sitzenbleiben an unseren Schulen überflüssig zu machen.“
Hintergrund:
Nach wie vor gilt die Versetzung oder Nichtversetzung in die nächsthöhere Klassenstufe in Rheinland-Pfalz als wichtige pädagogische Maßnahme zur Anpassung des Bildungswegs der Schülerinnen und Schüler entlang ihrer Leistungsbereitschaft und Lernfähigkeit. Grundlage für die Entscheidung über die Versetzung sind die Noten am Schuljahresende.
Kritikerinnen und Kritiker erkennen darin schon länger ein pädagogisch fragwürdiges Konzept, das vielmehr eine Beschämung und Demotivation der Kinder zur Folge hat. Diese frühe Erfahrung des Scheiterns schadet demnach eher, als dass sie Vorteile bringt. Statt Kinder aus ihrem gewohnten Umfeld zu isolieren, sollten junge Menschen stattdessen besser gefördert werden. Dass Sitzenbleiben nicht nur unwirksam, sondern auch teuer ist, betätigen zahlreiche Studien. Dass die Zahl der nicht versetzten Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz wieder steigt, ist vor diesem Hintergrund also mehr als problematisch.




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