Präsident Mertes:
Herr Köbler, Sie haben das Wort.
Abg. Köbler, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
Herr Präsident, meine Damen und Herren!
Kolleginnen und Kollegen, ich finde als dreifacher Vater, dass eine Grenze überschritten worden ist.
(Beifall des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und bei der SPD –
Zurufe von der CDU)
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat immer für das Wohl und den Schutz unserer Kinder gestanden und den Miss-brauch von Kindern immer und zu jeder Zeit verurteilt, meine Damen und Herren.
(Zurufe von der CDU)
Was Sie hier tun, ist schmutzig. Was Sie hier tun, ist moralisch verwerflich. Was Sie hier tun, ist bereits von Gerichten festgestellt worden, außerhalb dieses Raums nicht mehr rechtlich erlaubt, weil es schlicht und ergreifend nachweisbar die Unwahrheit ist.
Meine Damen und Herren, das muss einmal gesagt werden.
(Beifall bei dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und des Abg. Fuhr, SPD)
In der Zeit, als diese widerlichen Artikel unter der Herausgeberschaft von Cohn-Bendit erschienen sind, von denen er sich heute in aller Deutlichkeit und Klarheit distanziert hat, war in Baden-Württemberg der CDU-Ministerpräsident, ein ehemaliges NSDAP-Mitglied, nachweislich für mindestens vier ungerechtfertigte Todesurteile zwischen 1939 und 1945 verantwortlich. Das ist die historische Realität der 70er-Jahre. Zu dieser Zeit gab es in einem Sponti-Umfeld Irrläufer und Pädophile. Von diesen hat sich BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bis heute immer distanziert.
Ich finde es verwerflich, wenn Sie heute so tun, als hätten die Diskussion damals und die GRÜNEN in ihrer Geschichte zu irgendeinem sexuellen Übergriff auf ein Kind beigetragen.
(Glocke des Präsidenten)
Das weise ich als GRÜNER, Vater und Katholik an dieser Stelle klar zurück.
Herzlichen Dank.
(Beifall des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der SPD)



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