CDU beim Nationalpark umgekippt – Paradebeispiel für Unglaubwürdigkeit

Laut Medienberichten ist die CDU beim Thema Nationalpark umgekippt. Dazu äußert sich das GRÜNE Spitzenduo zur Landtagswahl, Eveline Lemke und Daniel Köbler:

Eveline Lemke:

„Das ist ein Paradebeispiel für politische Unglaubwürdigkeit. Julia Klöckner hat den Nationalpark immer bekämpft. Bei der großen Eröffnungsfeier im vergangenen Jahr waren Politiker aller Couleur vertreten, nur eine hat gefehlt: Julia Klöckner. Die Kritik von ihren eigenen Leuten vor Ort, die sich komplett für dieses GRÜNE Projekt aussprechen, hat sie ignoriert. Zuletzt  wollte die CDU in den Haushaltsverhandlungen den Etat des Nationalparks um die gesamten Sachausgaben kürzen. Das hätte den Nationalpark faktisch abgeschafft und gleich auch die erfolgreiche Regionalentwicklung in der Nationalparkregion zerschlagen. Immer wieder hat sich Julia Klöckner klar gegen den Nationalpark positioniert. Ein derartiges Umkippen jetzt eine Woche vor der Wahl ist nicht nur filmreif, es ist einfach unglaubwürdig.“


Daniel Köbler:

„Zu spät und unglaubwürdig. Das ist unsere Antwort auf das angebliche Umfallen der CDU. Julia Klöckner legt erst die Axt an den Nationalpark an, holt sich den obersten Holzfäller in ihr Schattenkabinett und kippt dann kurz vor der Wahl um? Das zeigt einmal mehr: Klöckners Wahlaussagen sind auf Sand gebaut – ihrer Politik fehlt ganz offensichtlich das inhaltliche Fundament. Ich fordere Frau Klöckner auf: Kommen Sie endlich einmal in den Nationalpark und erklären Sie dann endlich der Region klipp und klar, wofür Sie eigentlich stehen!“


Hintergrund:

Die Region Hunsrück-Hochwald profitiert bereits jetzt in großem Maße vom Nationalpark. Zahlreiche Initiativen zur nachhaltigen Entwicklung der Nationalparkregion sind bereits angestoßen oder verwirklicht worden – allein 23 Millionen Projektmittel der Wasserwirtschaft plus 2 Millionen jährlich an Leadermitteln, hat allein das Umweltministerium in den letzten beiden Jahren in die Region fließen lassen. Und schon jetzt ist die Region Hochwald-Hunsrück viel bekannter. Es entstehen viele Möglichkeiten für Tourismus, Gastronomie, Handwerk oder Umweltbildung.

Gerade hat Umweltministerin Ulrike Höfken das erste Jahresprogramm des Nationalparks vorgestellt. Unter dem Motto „Willkommen im Urwald von morgen“ lädt der Nationalpark 2016 zu 365 Veranstaltungen ein. Der Nationalpark Hunsrück-Hochwald ist ein wichtiger Beitrag des Landes zur Nationalen Biodiversitätsstrategie. Diese sieht vor, dass auf zehn Prozent der Staatswaldfläche Natur wieder Wildnis werden darf. In Rheinland-Pfalz werden nun fast 10.000 Hektar Wald zum geschützten Lebensraum für Wildkatze, Schwarzstorch und Fledermäuse.

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