„Das Fernbleiben jeglicher Vertreter der Fraport AG bei der Podiumsdiskussion am Donnerstagabend ist bezeichnend: Der Flughafenbetreiber zeigt keinerlei Interesse an den Sorgen der MainzerInnen um ihre Gesundheit“, ärgert sich der stellvertretende Fraktionssprecher der GRÜNEN im Mainzer Stadtrat, Daniel Köbler.
„Besonders bitter muss das Verhalten der Fraport bei der Landesregierung aufstoßen. Deren Strategie war in den vergangen Jahren die Fraport AG nicht zu sehr mit kritischen Fragen zum Ausbau des Rhein-Main Airports zu konfrontieren, um den Konzern als Investor auf dem defizitären Flughafen Hahn zu halten. Dieses Kalkül ist nicht aufgegangen: Fraport hat sich vom Hahn zurückgezogen und die Landesregierung stellt nun kurz vor den Wahlen überrascht fest, dass es in Mainz ein Fluglärmproblem gibt“, so Köbler weiter.
„Auch der Mainzer Umweltdezernent Wolfgang Reichel wurde erneut von der Fraport brüskiert: Die hessische CDU-Landesregierung ebnet Fraport alle Wege zum Ausbau des Flughafens. Parteikollege Reichel wird dagegen auf der anderen Seite des Rheins allein auf dem Podium sitzen gelassen“, stellt Köbler fest.
„Während die CDU sich in Mainz in die Reihe der FluglärmgegnerInnen stellt, bereitet sie im Bundestag eine Änderung des Paragraphen 29 b des Luftverkehrsgesetzes vor. Setzt sich die CDU durch, haben AnwohnerInnen kaum noch eine Möglichkeit gegen nächtlichen Fluglärm zu klagen“, ergänzt Tabea Rößner MdB, Mitglied des Mainzer Stadtrats.
„Leittragende dieses traurigen Schauspiels sind die BürgerInnen in Mainz und Rheinhessen, die sich ohne ein Nachtflugverbot künftig noch öfter schlaflos im Bett wälzen werden. Wir GRÜNEN sind die einzige Partei, die sich in allen Gremien von Stadtrat bis zum Bundestag für den Schutz der Menschen vor Fluglärm einsetzen – egal auf welcher Seite des Rheins sie leben“, so Köbler und Rößner abschließend.



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