Die rheinland-pfälzische Polizei hat es vorgemacht und erkannt, dass Interkulturalität innerhalb des Kollegiums eine wertvolle Ressource sein kann. Um diese zu fördern und weiter auszubauen, wurden etwa im Rahmen des Projekts „Vielfalt in der Polizei“ in Kooperation mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen (MIFKJF) Rheinland-Pfalz explizit bei Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund für den Polizeidienst geworben. Mit Blick auf den Schuldienst gestaltet sich die Situation anders. Zum laufenden Schuljahr 2018/2019 hatte von insgesamt rund 35 000 eingeschulten Kindern etwa jedes vierte Kind (26,7 Prozent) einen Migrationshintergrund. Lehrkräfte mit Migrationshintergrund sind im Kollegium jedoch unterrepräsentiert. Dabei wird in sozialwissenschaftlichen Studien immer wieder auf die Vorzüge interkultureller Teams an Schulen hingewiesen. Vor diesem Hintergrund lautet das vielfach diskutierte bildungspolitische Ziel, dass sich die Vielfalt im Klassenzimmer auch im Lehrerzimmer abbilden sollte.
Daher frage ich die Landesregierung:
1. Wie bewertet die Landesregierung den Stellenwert von Interkulturalität in Lehrerkollegien bzw. interkultureller Kompetenz von Lehrkräften?
2. Gibt es Bestrebungen (angehende) Abiturientinnen und Abiturienten mit Migrationshintergrund für den Lehrberuf zu gewinnen? Falls ja, wie sehen diese aus?
3. Inwiefern ist das Thema „Interkulturalität“ schon heute Teil der Lehrkräfteausbildung an Hochschulen und Studienseminaren?
4. Mit welchen Maßnahmen kann die Interkulturalität in Lehrerkollegien gestärkt werden?
5. Inwiefern werden heute schon Hochschulen, Studienseminare und Schulverwaltung für das Thema „Interkulturalität im Lehrerzimmer“ sensibilisiert?



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